Martin Mutschlechner

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Der starke Monarch und der Hang zum Autokratismus

Die österreichische Spielart des Konstitutionalismus war geprägt von der überaus starken Position des Kaisers, während im Gegensatz dazu der Volksvertretung nur eine vergleichsweise schwache Rolle zugebilligt wurde.

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Der Mangel an politischer Kultur

Am Vorabend des Ersten Weltkriegs litt das politische System der österreichischen Reichshälfte an einer schweren Krise. Auf der Regierungsbank konnte man um die Jahrhundertwende einen raschen Wechsel der Regierungen beobachten.

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Die Habsburgermonarchie im Prozess der Demokratisierung

Am Vorabend des Ersten Weltkriegs war der Kampf um politische Mitspracherechte noch lange nicht ausgefochten: In der österreichischen Reichshälfte war seit 1907 das Wahlrecht für alle männlichen Staatsbürger Realität geworden, während in Ungarn weiterhin nur vermögende Schichten über das Wahlrecht verfügten. Frauen blieben in beiden Reichshälften von jeglicher politischen Mitsprache ausgeschlossen.

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„Unteilbar und Untrennbar“ – Der Gesamtstaat

Die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn war eine Realunion zweier Staaten, die auf der verfassungsrechtlichen Grundlage des Ausgleichs von 1867 beruhte. Die Verbindung manifestierte sich durch gemeinsame Institutionen und einen gemeinsamen Herrscher. In der Person Franz Josephs verfügte der Gesamtstaat über eine mehr als nur symbolische Klammer.

Kapitel

Die Doppelmonarchie: Zwei Staaten in einem Reich

Der Österreichisch-Ungarische Ausgleich 1867 verwandelte die Habsburgermonarchie in eine Verbindung zweier souveräner Staaten. Österreich-Ungarn stellte ein dualistisches System dar, in dem jede Reichshälfte mit einer eigenen Verfassung, Regierung und Volksvertretung ausgestattet war. Auch die Bürger und Bürgerinnen der einen Reichshälfte wurden in der anderen als Ausländer angesehen.

Kapitel

Das Bündnis von Thron und Altar: Die katholische Kirche

Spätestens mit der Dezemberverfassung 1867 wurde die volle Glaubens- und Gewissensfreiheit gesetzlich festgelegt. Die letzten Reste einer Benachteiligung von Angehörigen anderer Konfessionen waren beseitigt. Dennoch war der Katholizismus auch weiterhin de facto Staatsreligion.

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Der verlängerte Arm der Staatsmacht: Die Bürokratie

Der Beamtenapparat war eine der wichtigsten Klammern für den Zusammenhalt der vielgestaltigen Habsburgermonarchie. Ebenso vielfältig wie das Staatsganze war die Beamtenschaft, die ein streng hierarchisches System mit aberwitzigen Verästelungen der Dienstgrade ausgebildet hatte. Eine aus heutiger Sicht bizarr anmutende Titulatur befriedigte die Titelsucht.

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„In Deinem Lager ist Österreich!“ – Die Armee

Die berühmte Zeile aus dem Lobgedicht Grillparzers an Feldmarschall Radetzky kann man pars pro toto für die Armee der Habsburgermonarchie verstehen. Die k. u. k. Armee stand im Dienste des Kaisers und nicht des Staates. Franz Joseph war der „Oberste Kriegsherr“. 

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„Gott erhalte!“ – Der Kaiser

Kaiser Franz Joseph war das Symbol für die österreichisch-ungarische Monarchie. Für den Großteil der Bürger des Staates war der alte Kaiser eine sakrosankte Respektsperson. Seit 1848 in Amt und Würden, galt er als „der Kaiser“ schlechthin.

Kapitel

Die letzten Tage der Monarchie

In den letzten Oktobertagen des Jahres 1918 überschlugen sich die Ereignisse. Binnen weniger Tage löste sich die habsburgische Herrschaft in Österreich nach fast 640 Jahren auf.

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